Ein weiter Stern am Himmel der sozialen Netzwerke – wie Google+ funktioniert und welche Vorteile NPOs daraus ziehen können

Nov 9th, 2011 | By | Category: Aktuelles, Fundraisinginstrumente, Social Media, Spendenmarkt, Webtipps

Erst Gmail, dann Picasa, Gtalk, Google chrome und jetzt auch das soziale Netzwerk Google plus. Die Produktkette von Google ist lang. Der Suchmaschinengigant hat kürzlich einen neuen Anlauf unternommen, sich auch eine Scheibe vom Markt der sozialen Netzwerke abzuschneiden. Seit Neustem erlaubt Google+ auch Organisationen, Marken und Unternehmen Profile anzulegen, sogenannte Pages. Bislang wurden alle Seiten von Unternehmen erkannt und umgehend gelöscht. Jetzt hat Google+ den Startschuss gegeben und erlaubt auch die Vermarktung von Marken, Organisationen und Unternehmen. Was bedeutet das für Non-Profit-Organisationen, wie können diese Google+ einrichten und nutzen?

Anmeldefenster bei Google plus

Die Registrierung folgt ganz dem claim „quick and easy“. Um sich eine Page zu erstellen, meldet man sich mit seinem E-Mail-Konto bei Google an und betritt diese Seite. Im nächsten Schritt wählt man eine Kategorie für seine Organisation aus und fügt seinen Standort oder weitere Informationen hinzu, die das Profil genauer beschreiben. Man wird dazu aufgefordert das Profil zu verbreiten und beispielsweise durch Fotos bekannt zu machen, was aber auch zu einem späteren Zeitpunkt noch möglich ist.

Durch die Zulassung privater und kommerzieller Profile in einem Netzwerk scheinen auf den ersten Blick Persönliches und Geschäftliches ineinander zu fließen. Die auf Google+ erworbenen Kontakte können jedoch in Kreise eingeteilt werden, ähnlich wie Freundeskreise im wahren Leben. Dadurch sollen Grenzen zwischen den verschiedenen Bereichen gesetzt werden, in denen G+ genutzt wird. Man kann so Informationen mit seinen Arbeitskollegen teilen, aber diese vor seinem Vorgesetzten verbergen. Am Wochenende kann man auch Neuigkeiten aus der Arbeitswelt ausblenden und nur die Nachrichten von Freunden in seinem Newsfeed zulassen. Im Vergleich zu anderen sozialen Netzwerken wird Google+ ebenso nachgesagt, dass es die Kompetenzen vieler Netzwerke bündele und so eine gute Alternative zu einer Kombination von mehreren Netzwerken darstellt, die oft als lästig empfunden wird. Weiter wird von Nutzern hervorgehoben, dass das Individuum mehr Kontrolle über die Verbreitung privater Inhalte hat, ein Punkt in dem Facebook jetzt nachzieht.

 

Nutzermeinung von Google plus

Für Organisationen ist G+ eine interessante neue Möglichkeit Social Networking zu betreiben. Nicht wenige Stimmen bemerken jedoch auch, dass die Neuheit zu sehr glorifiziert wird. Bis G+ den Status von Facebook hat, muss sich das Portal erst einmal einige Fallen beseitigen und eine aktive Nutzergruppe aufbauen. Mit 1,5 % ist seine Reichweite in Deutschland bisher nur sehr gering. Facebook ist nach wie vor unangefochtener Marktführer in den Sozialnetzwerken und verzeichnet heute 800 Millionen Mitglieder aus allen Generationen. Die Konkurrenz zählt inzwischen 40 Millionen registrierte Nutzer und demonstriert damit ein beachtliches Wachstum.

Die neuen Möglichkeiten von G+ können für Nonprofit-Organisationen interessant werden. Das Anlegen einer eigenen Page kann kein Fehler sein. Vor größeren Investitionen muss G+ jedoch zuerst seine Relevanz beweisen. Es bleibt aber abzuwarten, ob sich Google plus als soziales Netzwerk wirklich etablieren kann. Während Facenook und Google ihre Konkurrenzkampf austragen, hat aber auch noch ein anderer Akteur beinahe ungesehen die Bühne betreten. Microsoft hat im Sommer seine Plattform Socl (sprich: social) entwickelt. Ob Socl aber auch aus der Beta-Phase heraus tritt und damit sein Schubladendasein beendet, steht noch in den Sternen.

Haben Sie bereits Erfahrung mit Google+? Planen Sie Google+ für Ihre Organisation zu nutzen?

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One Comment to “Ein weiter Stern am Himmel der sozialen Netzwerke – wie Google+ funktioniert und welche Vorteile NPOs daraus ziehen können”

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