Rückblick auf den 18. Österreichischen Fundraising Kongress in Wien

Okt 14th, 2011 | By | Category: Aktuelles, Erfolgsbeispiele, Fundraisinginstrumente

Vom 10. bis zum 11. Oktober fand dieses Jahr zum 18. Mal der Österreichische Fundraising Kongress statt. Der Kongress steht unter der Schirmherrschaft des Fundraising Verbands Austria, einem Zusammenschluss von Fundraising-Dienstleistern und -Organisationen. Vor 15 Jahren als Treffen einiger engagierter FundraiserInnen gegründet, ist er heute die größte Non-Profit-Plattform Österreichs. Seit der Gründung zählt der Verein 120 Mitgliedsorganisationen. Durch seine Arbeit hat der FVA erheblich zur Professionalität des Non-Profit-Sektors und der Vernetzung der gemeinnützigen Initiativen in Österreich beigetragen und so echte Pionierarbeit geleistet.

 

Foto: Fundraising Verband Austria

Rund 250 FundraiserInnen besuchten in diesem Jahr den Fundraising-Kongress. Die Vortragsreihe deckte ein breites Spektrum an Themen ab, das auch die Bereiche Transparenz im Fundraising und den Umgang mit Spenden-Datenbanken nicht unberücksichtigt ließ. Die inhaltliche Schwerpunktsetzung lag auf den Bereichen Optimierung und Professionalisierung des Fundraisings und seiner Instrumente. Die Vorträge stellten dabei eine erfrischende Mischung aus Fundraising-Techniken und Erfahrungsberichten dar und spiegelten das breitgefächerte Interessensgebiet der Organisationen wider. Besonders in Erinnerung wird dabei sicherlich vielen Teilnehmerin die Keynote “The Power and Inspiration of you” von Jacob Rolin bleiben.

Was fehlte war das Online Fundraising. Das Thema spielte in den Expertenbeiträgen kaum eine Rolle. Ob E-Mailing, Online Spenden oder die Nutzung von Social Media  – das Potenzial digitaler Spendenkommunikation sowie die neuen Möglichkeiten im digitalen Fundraising  fanden nur sehr begrenzt Eingang in die Agenda der Veranstalter. Damit hat der Kongress eine Chance verpasst, sich einem wichtigen neuen Handlungsspielraum im Non-Profit Bereich zu öffnen. Bleibt abzuwarten, ob der Kongress im nächsten Jahr einen stärkeren Fokus auf diesen zukunftsträchtigen und dynamischen Bereich legen wird, um diese Themen weiter ausschöpfen und verstärkt für das Netzwerk aller Fundraiser in Europa nutzbar machen zu können.

Einige Worte verdient natürlich die jährliche Preisverleihung, bei der die besten gemeinnützigen Projekte mit den begehrten Fundraising-Awards des FVA ausgezeichnet wurden. Für die Kategorie beste Fundraising Aktion des Jahres ging der Preis dieses Jahr an den Caritas-Verband Österreich für die Liebesbotschaften in seinem engagierten Kampf gegen die Hungerproblematik und die Dürrekatastrophe in Ostafrika. Der Preis für die beste Persönlichkeit im Fundraising ging an Gery Keszler und sein Engagement gegen Aids in Afrika. Der von ihm gegründete Life Ball ist ein Fundraising-Event mit internationaler Strahlkraft.

Der Österreichische Fundraising Kongress gehört nicht nur wegen der schönen Stadt Wien in den Fundraising-Terminkalender im deutschsprachigen Europa. Wenn auch etwas kleiner, so kann er sich in jedem Fall mit dem deutschen Fundraisingkongress messen, dem es in diesem Jahr insbesondere an internationalen Rednern gemangelt hat.

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One Comment to “Rückblick auf den 18. Österreichischen Fundraising Kongress in Wien”

  1. Sehr geehrter Herr Nöll,

    “Was fehlte war das Online Fundraising.” ist für uns nicht nachvollziehbar. Wir hatten zahlreiche ReferentInnen zu diesem Thema. Angefangen von Werner Kerschbaum (Team Österreich mit starkem Online-Fokus), Julia Biermann (Augmented Reality), Nico Reiss (Social Media Fundraising), über Herbert Witschnig (Mobilisierungskampagnen von Greenpeace), die Podiumsdiskussion am zweiten Tag zur Zukunft des Fundraisings mit starkem Fokus auf Online sowie die Masterclass von Marion Rödler am dritten Tag. Im Sinne der integrierten Kommunikation war der Onlinebereich in vielen weiteren Workshops integraler Bestandteil.

    Der Österreichische Fundraising Kongress bemüht sich immer um ein möglichst breites Themen-Spektrum abzubilden. Dies zieht sich durch die gesamte Programmplanung.

    Viele Grüße aus Wien,
    Peter Steinmayer

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